Die Erprobungsstufe an der Realschule Lahde
Der Erprobungsstufe, die die Klassen 5 und 6 umfasst,
kommt eine besondere pädagogische Bedeutung zu. In dieser Stufe haben die
Kinder die Möglichkeit, sich an die neue Schule zu gewöhnen und mit den
Anforderungen der neuen Schulform vertraut zu machen.
Die Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 erfolgt
deswegen automatisch.
Die Realschule Lahde versucht den Übergang von der
Grundschule auf die Realschule möglichst sanft zu gestalten, da dieser
aufregende Schritt für die Schülerinnen und Schüler sehr viel Neues
beinhaltet, wie z.B. viele neue Fächer, ein großes, neues Gebäude, viele
verschiedene neue Lehrer und nicht zuletzt auch das Gefühl, wieder am
jüngsten zu sein.
Unser Konzept in der Erprobungsstufe sieht vor, die
Schülerinnen und Schüler allmählich mit den Anforderungen und Methoden der
Realschule vertraut zu machen, damit die Schüler sich von Anfang an auf
unserer Schule wohl fühlen. Sie erleben, dass Lernen Spaß macht, dass wir
ihre Aktivitäten, Begabungen und auch ihre Kreativität begrüßen.
Erprobungsstufe – was bedeutet das für die Kinder?
In jedem Schuljahr kommen die Lehrer, die in den Klassen
5 und 6 unterrichten, drei Mal im Rahmen einer Erprobungsstufenkonferenz
zusammen und beraten über das Lern- und Sozialverhalten, die persönliche
Entwicklung und Lernfortschritte jedes einzelnen Kindes. Im sechsten
Schuljahr werden auch die Grundschullehrer zu einer
Erprobungsstufenkonferenz eingeladen. Mit der Versetzung in die siebte
Klasse stellt die Konferenz die Eignung des Schülers für die Schulform
Realschule fest. Werden die Versetzungsbedingungen am Ende der sechsten
Klasse nicht erfüllt, entscheidet die Konferenz, ob die Wiederholung der
Klasse 6 oder der Wechsel zu einer anderen Schulform dem weiteren
Bildungsgang des Schülers am förderlichsten ist.
Was leistet die Realschule Lahde, um den Kindern den
Übergang von der Grundschule zur neuen Schule zu erleichtern?
Zusammensetzung der neuen Klassen
Die Zusammensetzung der künftigen Klassen 5 erfolgt nach
dem Grundsatz, dass Schülerinnen und Schüler aus der gleichen Grundschule –
sofern das die Eltern nicht anders wünschen – an unserer Schule in einer
Klasse bleiben.
Besuchstag der Grundschüler
Kurz vor den Anmeldungen haben Eltern und Kinder
Gelegenheit, an einem Samstag die Schule kennen zu lernen, beim
„Probeunterricht" neue Fächer zu erleben oder in Gesprächen mit der
Schulleitung Fragen zu klären.
Einführungswoche
Die Einschulung erfolgt am ersten Tag nach den
Sommerferien mit einer kleinen Feier in der Aula.
Die erste Schulwoche ist als Einführungswoche gestaltet,
in der die Kinder die meiste Zeit mit ihrer/ihrem neuen KlassenlehrerIn
verbringen und ausgiebig Zeit haben, das Gebäude und die neuen
Mitschülerinnen und Mitschüler kennen zu lernen. Auch findet in dieser Woche
der erste Baustein unseres Lernkompetenztrainings statt.
Paten
Alle neuen Klassen erhalten jeweils einen Paten und eine
Patin aus der neunten Jahrgangsstufe, die den neuen Schülerinnen und
Schülern helfen, sich in der neuen Schule zurecht zu finden und gleichzeitig
Ansprechpartner bei kleineren Problemen sind. Die Paten nehmen an der
Einführungswoche teil und begleiten in dieser Woche auch die Schülerinnen
und Schüler zum Bus.
Konzept zur Förderung der Lernkompetenz
Von der Jahrgangsstufe 5 bis zur Jahrgangsstufe neun
durchlaufen unsere Schülerinnen und Schüler ein Lernkompetenztraining,
welches das häusliche und schulische Lernen erleichtert und effektiver
macht.
Streitschlichtung
Bei kleineren Konflikten untereinander können die
Schülerinnen und Schüler zur „Streitschlichtung" gehen. Dort helfen ihnen
Schülerinnen der Klassen 9 und 10 diese Konflikte zu lösen. Dabei lernen die
Kinder Strategien, um Streitigkeiten selbst angemessen zu regeln.
Busbegleitung
Wir bilden Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10
zu Busbegleitern aus, die an der Bushaltestelle und im Bus Ansprechpartner
für Schülerinnen und Schüler sind, die in Problemsituationen geraten. Wenn
erforderlich, stellen sie Verbindung zu den Busfahrern oder zu Lehrern her.
Individuelle Lernförderung zwischen Fördern und Fordern
Um der Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler
Rechnung zu tragen, bemühen wir uns um einen differenzierenden Unterricht,
der den Spielraum zwischen Fördern und Fordern wahrnimmt.
Dort, wo Stärken erkannt werden, müssen diese heraus
gefordert werden und es müssen Hilfen angeboten werden, wenn Schwierigkeiten
behoben werden müssen.
Aus diesem Grund erhalten unsere Schülerinnen und Schüler
in Klasse jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde in Deutsch, Mathe und
Englisch. In dieser „Forder-/Förderstunde" teilen wir die Klasse nach
Leistungsstärke, um Schwierigkeiten zu beheben oder auch Stärken besonders
zu fördern.
Zusätzlich bieten wir von Montag bis Donnerstag eine
Hausaufgabenbetreuung in der siebten Stunde an.
Arbeitsgemeinschaften
Wir haben ein breit gefächertes AG-Angebot. Dies umfasst
sportliche, künstlerische und musikalische Angebote.
Bläserklasse
Die Bläserklasse ist ein wichtiger Bestandteil unseres
Schullebens, die durch ihre Auftritte bei Weihnachtsfeiern, Sommerkonzerten
oder Einschulungsfeiern unsere Schule bereichert.
Die Bläserklasse ist ein zweijähriger Projekt in
Zusammenarbeit mit der Musikschule. Unsere „Bläserkinder" erlernen in diesem
Zeitraum ein Blasinstrument. Die Instrumente werden von uns gestellt.